Der geehrte Meister kochte und deckte oftmals selbst. Er spornte die Sufis bei seinem Mahl dazu an, mit der Präsenz ihres Herzens zu speisen und sich gemäß der Sitten zu verhalten. Er war sehr sorgfältig in diesen Angelegenheiten, so dass wenn einer der Sufis einen Bissen in Unachtsamkeit in seiner Gegenwart nahm, er diesen mitleidvoll und gnädig erinnerte. Er fand keine Ruhe in seinem Herzen, wenn ein Happen in Unachtsamkeit verzehrt wurde. Wurde die Speise in Zorn bereitet oder ohne Herzenswunsch, dann aß er davon nicht und war auch nicht damit zufrieden, dass seine Sufis davon aßen.<<

Anīs at-Tālibīn wa Uddat as-Sālikīn

Wenn also mal ein Sufi beim Essen sagt: „dem Essen fehlt die Würze“, mag sein, dass er mehr schmeckt, als wir denken.