Ein Rezept, dass ich mehr oder weniger zufällig ausprobierte und direkt am Folgetag erneut kochen musste – nachdem ich den ganzen Tag über schon an etlichen Flashbacks zurück an den vorherigen Abend litt. Immer wieder lief mir das Wasser im Mund zusammen. In Ekstase bekundete ich meinen Freunden, wie unglaublich diese Speise war. Sie war süß, sauer, scharf,  knusprig, zart – absolut paradiesisch. Die Geschmäcker in meinem Mund explodierten in Harmonie zu einer neuen Komposition, zu einem frischen Kosmos. Gott erschuf eine neue Stufe der Erkenntnis des Essens direkt in meinem Mund – und ich erkannte einen neuen Maqām des Essens.

Für die frittierten Hähnchen:

  1. Fleisch von 4 Hähnchenschenkel [Brust oder alles andere geht auch, aber Fleisch von den Schenkeln ist zarter und nimmt mehr Sauce auf.]
  2. 1 Ei,
  3. 2 EL Stärke,
  4. 1/4 TL Salz,
  5. Buttermilch,
  6. 405er Mehl.

Für die Sauce:

  1. 2 EL Thai Chili Paste/Chilimark [gibt es bei jedem Asia Shop zu kaufen, vielleicht ist Biber Salçasi/Paprikamark vom Türken eine Alternative, müsste aber nachgeschärft werden]
  2. 3 EL Hoisin Sauce/Oystersauce – Austernsoße [meine Erfahrung zeigt, dass Hoisin besser schmeckt. Sollte es im Asia Bereich von REWE und co. geben],
  3. 1 EL Fischsauce,
  4. 1 1/2 EL Essig,
  5. 3 EL Zucker,
  6. 2 EL Wasser,
  7. 3 Knoblauchzehen, gepresst oder gerieben,
  8. 4 große, gemahlene Chilischoten oder 3 EL grobes Chilipulver/Cayenne Pfeffer,
  9. 4 frische Kefir Limettenblätter, (oft im Kühlregal vom Asia Shop)
  10. 1 1/2 EL frischer Limettensaft und Rinde einer halben Limette (Achtung: darauf achten, dass die Schale nicht gewachst ist. Bei Limetten im Netz ist es angegeben.)

Die Fleischzutaten 1-4 in eine Schüssel geben und gut umrühren. Sitzen lassen.

Die Soße kochen. Dafür alle Zutaten von 1 – 8 in einen kleinen Topf geben, verrühren und aufkochen lassen, bis es dickflüssig wird und immer weiter rühren. Wenn die Soße dick geworden ist, Zutaten 9 – 10 hinzufügen. Nicht nochmal aufkochen, da sonst der Geschmack der Blätter und der Limette verloren geht, nur warm halten.

Jetzt müssen die Hähnchenteile mit Panade frittiert werden. Dafür eine Fritteuse auf 190° oder eine tiefe Pfanne mit Pflanzenöl/Frittieröl auf hoher Stufe vorheizen. Es kann jede beliebige Art von Panade benutzt werden. Ich empfehle eine zweifache Panierung: das Fleisch in Mehl tünchen, gut mit Mehl bedecken, so dass alle Stellen bemehlt sind, dann in Buttermilch (oder Sahne) geben, dann erneut in Mehl tünchen. Danach, wenn das Öl heiß ist, langsam ins Öl geben und frittieren, bis es Goldbraun wie auf dem Bild ist.

Wenn fertig, direkt in die Soße geben und darauf achten, dass alle Hähnchenteile gleichmäßig bedeckt sind. Mit Limettensaft und Schärfe servieren, damit bei Wunsch nachgewürzt werden kann.

Ich habe es selbst nicht probiert, kann es mir aber sehr gut in Burgerbrot oder dergleichen (etwa Milchbrötchen) vorstellen, mit bisschen Salat. Ich habe es mit Pommes bzw. einfach so gegessen. Die Variante mit Hoisin schmeckte mir persönlich viel besser.

Anbei das Video von der lieben Dame, die uns diese Erfahrung möglich machte: