Abseits von Trendrezepten oder Exotischem nun, da die Tage kürzer und es kälter wird ein unbekanntes Resteverwertungsgericht für Wintertage: Die Brotsuppe. Wahrscheinlich vor weniger als hundert Jahren noch Jedermann bekannt und geläufig, vielleicht geliebt, möglicherweise allerdings auch als „Armeleutespeise“ abgetan.

Bestimmt gibt es unterschiedliche Varianten sie zuzubereiten, ich kenne sie nur von meiner Großmutter mütterlicherseits – väterlicherseits ist sie auch bekannt, man weigerte sich aber stets sie zuzubereiten und hat sie Gründung der Bundesrepublik dort wahrscheinlich nicht mehr verzehrt.

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Was braucht man aber nun?

 

  • Einige Scheiben altes [!!!] Roggenmischbrot
  • Wasser oder Milch
  • Schmand/saure Sahne/ oder süße Sahne, je nach Geschmack.

Optional:

  • Gemüße-/Fleischbrühe
  • Maggiwürze
  • Butter
  • Eine Zwiebel

 

Rezept von Oma:

Das alte Brot leicht zerkleinern und im Topf mit kaltem Wasser etwa eine Stunde stehen lassen. Dann nach Belieben Salz zugeben, etwas Gemüsebrühe und Maggiwürze und das Ganze aufkochen und dann etwa fünf Minuten köcheln lassen. Währenddessen schneidet man eine Zwiebel klein und lässt sie mit einem Stück Butter in einer Pfanne braun werden. Die gebräunten Zwiebeln gibt man dann im Topf noch zur Suppe.whatsapp-image-2016-11-02-at-22-48-30

Angerichtet wird die Brotsuppe im Suppenteller mit einem Klecks Sauerrahm, es geht allerdings auch Schmand, saure Sahne, süße Sahne oder Milch – je nach Geschmack.

Mahlzeit!

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Das gleiche funktioniert prinzipiell auch mit Milch – dann schmeckt es ganz anders. Als Kinder haben wir auch ab und an Milch mit Kakaopulver benutzt. Schmeckt ebenfalls gut.

 

Wichtig ist meines Erachtens nur, dass man altes, reines Roggenmischbrot verwendet, alles andere schmeckt zumindest mir nicht. Aus frischem Brot lässt sich keine gute Suppe bereiten, sie wird dann schleimig. Daher ist die Brotsuppe ein wirklich gutes Gericht für jeden, der Brot kauft, nicht isst, antrocknen und altwerden lässt.