Admiral Ḥaǧǧī Maḥmūd Šams, der den Namen Mǎ Sānbǎo Zhèng Hé trug, höchster Offizier der chinesischen Marine im 15. Jahrhundert, ließ ḥanafītische Chinesen in Palembang, Java, Malaysia und den Philippinen siedeln. Darunter war Ḥaǧǧī Yan Ying Ju [顔 英 裕].
1434 übernahm Ḥaǧǧī Yan die Leitung der muslimischen Gemeinschaft in Java. Er spornte seine Gemeinschaft dazu an und forderte, dass sie sich „Javanisieren“. Der jungen Generation sagte er, sich in die javanesische Gesellschaft einzubringen, sich zu assimilieren, ihre Lebensweise, ihr Verhalten, ihre Namen und ihre Kultur zu übernehmen.
Gleiches gilt auch für einen der neun Gottesfreunde, Maḫdūm Ibrāhīm al-Samarqandī, die Grund für die Verbreitung des Islams in Java waren. Er forderte von seinen Schülern die Übernahme javanesischer Namen und deren Sitten, damit der Islam für die Einheimischen nicht befremdlich wirkt.
Eine Lektion aus unserer Geschichte, als Nationalität nicht gleich Identität war. Eine Erzählung aus einer Zeit, als Grenzen zwischen Kulturen und Zugehörigkeiten weitaus fließender waren. Dieser kleine und feine Bericht sollte uns zu überlegen geben, inwiefern eigentlich wirklich dem Pfad der Gelehrten und der Großen gefolgt wird hinsichtlich dem Festhalten der Migranten an ihrem Hintergrund.