Obgleich wir weder Ehe noch Frauen primitiverweise mit Nahrungsmitteln vergleichen möchten, noch Topfunddeckelvergleiche aufstellen, noch untenstehender Text von uns stammt und wir mit ihm konform sind, möchten wir ihn schlicht zur Diskussion stellen. Er ist die grobe, freie Übersetzung eines Blogartikels einer gewissen us-amerikanische Janet Bloomfield, deren Origninaleintrag hier zu finden ist. Im Original selbst finden sich noch viele weitere Weblinks für aufgestellte Behauptungen, welche ich zu faul zu kopieren war.

Nun wünschen wir Freude beim lesen, wobei die Worte in diesem Falle wie so oft nicht unsere sind. Der Text versteht sich weder als Handlungsanweisung, noch sonstiges. Wer im ernst sagt „Ya Akhi, aber wir als Muslime haben diese Probleme nicht.“ oder „Der Islam hat aber eine Antwort auf all diese Dinge“, der hat grundlegende Dinge nicht verstanden. Die Bedienungsanleitung für unseren Blog findet sich für solch einen aber ohnehin hier. Vielleicht aber, regt der Text ja so manche/n Ehe/frau/mann oder Jungesell/e/in zum Nachdenken an.

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Ich schreibe dies als über 15 Jahre glücklich verheiratete Frau. Wir lernen uns in der Oberstufe kennen, und niemand von uns wusste so wirklich welche rechtlichen Risiken eine Ehe mit sich bringt – und so heirateten wir einfach. Es ging nicht darum eine fette, fancy Hochzeit zu haben. Wir heirateten in einem öffentlichen Park mit unseren engsten Angehörigen und Freunden und gingen danach Pizza essen. Ich kaufte mir mein Kleid nur einen Tag zuvor. Für uns war es schlicht die lebenslange Hingabe aneinander und ein Schwur unserer Liebe, bis dass der Tod uns scheidet.

Hätte ich damals gewusst, was ich heute weiß, so hätte ich mich vielleicht anders entschieden.

Standesamtlich verheiratet zu sein ist wie eine geladene Waffe in der Hand zu halten. Ich kann mich dazu entscheiden nicht abzudrücken, aber schlussendlich liegt sein Leben in meiner Hand und das ist einfach nicht fair. Niemand sollte das Recht besitzen das Leben einer anderen Person zerstören zu können, aber die standesamtliche Heirat gewährt der Frau ebendiese Macht. 70% aller jungen Männer in den USA sind unverheiratet, und die 30% die es wagten und sich den Ring anzogen? Viel Glück. Hier sind 5 Gründe, weshalb kein Mann es je in Erwägung ziehen sollte zu heiraten und ein Grund, warum er vielleicht doch darüber nachdenken sollte.

1. Du verlierst dein Ansehen in der Welt

Dereinst war das Heiraten, sich Niederlassen, Kinder bekommen und einen Kredit zum Hauskauf aufnehmen der Inbegriff an Männlichkeit. All jene Dinge machten Dich als Erwachsenen wert respektiert und geachtet zu werden. Im Jahre 2015 machen diese Dinge Dich zum Trottel. Väter wissen das am besten, denn deren öffentliches Bild wurde medial ersetzt durch das vom verpeilten, stümperhaften Idioten, der auf der Müllhalde schlafen würde, gäbe es nicht die kontrollsüchtige, herablassend auf ihn herabblickende Schreckschraube, die er einst heiratete.

2. Dein Sexleben ist vorbei

Gemäß Dr. Helen Smith, welche Men on Strike verfasste, ist der Grund für Männer die Ehe, Vaterschaft und den „American Dream“ zu boyokotieren, dass verheiratete Männer zwar im Durchschnitt mehr Sex haben als Singles; aber: Die Männer mit dem meisten und zufriedenstellendsten Sex sind aber Männer in [unehelichen] Beziehungen zu Frauen, welche nicht mit ihren Partnerinnen verheiratet sind. Unverheiratete Frauen wissen nämlich, dass Sexhaben Teil des Deals ist, und eine Verweigerung unweigerlich die Beziehung zerstören würde. Verheiratete Frauen hingegen wissen, dass sie Sex als Waffe benutzen können, nicht zuletzt, weil die Scheidungskosten derart hoch sind.

3. Du verlierst Deinen Rückzugsort

In den meisten Ehen behandeln die Frauen das Haus und alle Räume als ihr Eigentum. Vielleicht bekommst du noch eine Männerhöhle oder einen Schrank für seine Sachen – aber mit Sicherheit erhältst du dein Abteil nicht im zentralen Teil des Hauses. Es ist aus mit Büro, Hähle, Billiard Tisch, Filmraum oder Coctailbar. Comfortzonen für Männer wurden schlicht aus Familienhäusern verbannt, was nicht zuletzt unsere gesellschaftliche Realität abbildet, in welcher Männer innerhalb der Familie nicht mehr als zentrale Rolle wahrgenommen werden.

4. Die Scheidung wird dich finanziell Ruinieren

Standesamtlich zu heiraten ist wie die Hälfte deines Besitzes darauf zu verwetten, dass sie Dich nicht betrügt. Ganz gleich was sie in die Ehe eingebracht hat oder nicht – die Hälfte deiner Sachen gehört ihr. Natürlich ist dies auch andersherum der Fall, wenn sie reicher sein sollte als du; normalerweise verdienen die Männer aber mehr Geld als die Frauen und so wird sie Deine Sachen wegnehmen. Wenn du unverheiratet bist, hat sie darauf keinen Rechtsanspruch – und Du nicht auf ihre Dinge. Das allein macht das Nichtheiraten zum klügsten finanziellen Move, den man nur tun kann.

5. Du wirst deine Familie verlieren 

Wenn du Kinder hast, nimmt sie diese auch nicht. Frauen erhalten in 80% aller Fälle das Sorgerecht und du kannst Dich glücklich schätzen deine Kinder an wenigen Wochenenden in einigen Monaten zu sehen. Du wirst für sie ebenso bezahlen müssen, wie für das Privileg deine eigenen Kinder zu sehen – hast aber keine rechtswirksamen Mittel sicherzustellen, dass das Geld auch wirklich für deine Kinder ausgegeben wird. Ob sie das Geld beim Frisör ausgibt oder nicht – ihre Sache. Weigerst Du Dich zu bezahlen wanderst Du in den Knast. Ach ja, die Kinder müssen nicht einmal zwangsläufig von Dir sein. Du kannst und wirst auch für die mit einem anderen Erzeuger zustande gekommenen Kinder bezahlen.

Warum also in aller Welt sollte ein Mann heiraten wollen? An Männer mit Kinderwunsch: Wenn du die Mutter deiner Kinder nicht standesamtlich heiratest, gehören die Kinder rechtlich ihr. Du hast kein wirkliches Recht der Elternschaft gegenüber deinen Kindern und es ist prinzipiell fast unmöglich als unverheirateter Vater mit seinen Kindern Kontakt zu erhalten, wenn die Mutter dem nicht zustimmt.

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Alles in allem ist die Heirat einfach nur Scheiße für Männer. Als ich damals heiratete wusste ich nicht, dass ich damit meinem Ehemann abverlangte diese Risiken einzugehen. Er wusste es auch nicht. Wir haben Kinder – und daher bin ich froh verheiratet zu sein. Es ist aber absolut deprimierend zu wissen, dass meine Hauptrolle in der Ehe ist nicht zu einem absoluten Monster ihm gegenüber zu mutieren und mit seinen Kindern abzuhauen. Ich würde das natürlich nie tun – aber die Realität ist eben wie sie ist. Gloria Steinem sagte einst: „Der natürliche Instinkt der Frau nach Zocken und Glückspiel wird durch die Heirat befriedigt“ – doch in Wahrheit ist es der Mann, der am Meisten verlieren kann, wenn er denn standesamtlich heiratet.

Daher sollten Männer gut nachdenken, ehe sie tatsächlich „Ich will“ sagen. Es kann sich nämlich leicht in ein „Ich bin gearscht“ wandeln.