>>Ich glaube fest daran, dass der einzige Grund für den gegenseitigen Hass und die Anfeindung, die heutzutage unter dem Volk zu sehen ist, den Rechtsurteilen der unwissenden Gelehrten zu verschulden ist. Diese kommen hauptsächlich aus Dörfern und üben niedrige Berufe aus.

Sie lernen die Aussagen der Praktischen Theologie auswendig und meinen sich selbst auf den hohen Stufen der Perfektion im Wissen zu befinden. Das allgemeine Volk überschätzt ihren Wert. Diese Gelehrte sprechen dann Rechtsurteile, die sie auf vereinzelten Passagen aus den Texten der Fuqahāʾ entnehmen und deren Gesamtheit sie nicht durchdringen. Ihnen fehlen die zwei Maximen die beachtete werden müssen, wenn eine Person an die Bücher des Fiqh herangeht [nämlich, a) absolute Formulierungen drücken nicht immer Absolutheit aus, b) das meiste ist Thema des Iǧtihād und eine einfache Übernahme ist nicht möglich].

Konsequenz dessen ist, dass diese Leute sich gegenseitig in ihren Rechtsurteilen des Verbietens von Erlaubtem bestärken. Die logische Konsequenz dessen ist eine Zwietracht in welcher der Glaube innerhalb der islamischen Gemeinde überprüft wird. Diese Prüfung bezieht sich aus das Innere und das Äußere. Im Sturm einer solchen Zwietracht in der Gemeinde, wirst du sehen, dass keiner mehr über einen anderen gut denkt. Jeder denkt nämlich, seine üblen Urteile seien das Recht. Demnach denken sie, es sei erlaubt auf Basis dieser Spekulationen, die sie zur absoluten Wahrheit heben, das religiöse Kritikwürdige anzugreifen. Sie zitieren die Ansichten der Rechtsgelehrten als absolut aufgrund ihrer Unwissenheit um ihre Grenzen. Sie glauben in unbegründeter Weise, sie befänden sich auf der Wahrheit und es würde das Gesetz darstellen und sich mit den Texten decken, welche in der Scharia vorkommen. Dabei ist die Tatsache, dass die makellosen Texte der Scharia fern sind von ihren fehlerhaften Annahmen. Sie erwähnen diese Texte in absoluter Form gemäß der Kraft ihres Verständnisses, während sie sklavisch aneinander nachäffen und denken, sie seien in ihrem Denken auf gesunder Basis und voller Tugend. Sie werden letztlich einen üblen Rückschlag von Seiten Gottes erleben, denn gemeinsam zu ihren üblen Taten schreiben sie der Scharia etwas zu, was nicht Teil der Scharia ist.<<

— von Sh. ʿAbd al-ġanī al-Nablūsī raḥimahullāh, aus (Islams jugdment on music) –  Iḍāḥu ʾd-dilālāt. Übersetzt von Muhammed F. Bayraktar.

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