„Die Position, die wir hier wiedergegeben haben hinsichtlich der Definition der [verbotenen] Ablenkung, [nämlich ‚alles was vom Gedenken Gottes ablenkt‘], so wisse, dass diese ignoranten Gelehrten unter diesen Laien selbst nicht vermögen, dieser Ablenkung/Unterhaltung zu entkommen, geschweige denn das normale Laienvolk. Diese Art der Definition erweist sich als kaum einhaltbar außer für das erwählte Volk Gottes des Erhabenen, denn Unachtsamkeit vom Gedenken Gottes nimmt das Herz der meisten Menschen von Zeit zu Zeit ein, sogar wenn sie gerade dabei sind, den Gottesdienst zu verrichten oder sie Handlungen nachgehen, die nach dem göttlichen Gesetz als neutral anzusehen sind. Wäre jede Facette der Unachtsamkeit verboten, würde eine unglaubliche Schwere auf diese Position folgen, dabei aber legte Gott der Erhabene keine Schwere in diese Religion. Er der Erhabene gebietet: »Er hat euch in der Religion nichts Schweres auferlegt.« (22:78)

Wegen dem Vorangegangenen ist es wichtig zu verstehen, das mit der verbotenen Ablenkung und mit der Anwendung verbotener Spielsachen gemeint ist, dass diese von primären und sekundären islamischen Pflichten abhalten oder sie mit sich bringen, dass sittenlose Liederlichkeit und Unmoral, Verderbnis und verbotenen Taten wie Unzucht jeder Art, Konsum von berauschenden Substanzen und dergleichen folgen. Wir werden in Detail diese Definition im weiteren Verlauf begründen, so Gott will.

Die Wahrheit ist, dass die Unterhaltung/das Amüsieren allgemein nicht verboten ist, wie es von Ibn Ḥaǧar [al-Haytamī] wurde in seinem Buch Kaff ar-Riʾā erörtert wurde. Im genannten Werk zitiert Ibn Ḥaǧar  von al-Muṭṭalib b. ʿAbdullāh den Hadith vom Gesandten Gottes: »Amüsiert euch und spielt, denn ich finde Missfallen daran, Strenge in eurer Religion zu bemerken.« Dies wurde auch von al-Bayhaqī überliefert.“

— von Sh. ʿAbd al-ġanī al-Nablūsī raḥimahullāh, aus (Islams jugdment on music) –  Iḍāḥu ʾd-dilālāt. Übersetzt von Muhammed F. Bayraktar.